Autor: Olaf Müller

Aktive Gewaltfreiheit: Eine Illusion?!

Drei Impulse zum Pragmatischen Pazifismus mit Diskussion von Olaf L. Müller auf dem Seminarwochenende von Pax Christi Deutschland

Moderation: Nobert Richter

Wo: Haus Venusberg Bonn

Wann: Samstag, 7. November 2026:
1) 11.30 Uhr bis 12.30 Uhr (Philosophischer Ansatz des pragmatischen Pazifismus)
2) 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr (Realpolitische Umsetzung wie z.B. Wehrpflicht mit militärischer und sozialer Verteidigung und das Konzept einer defensiven Abschreckung)
3) 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr (Kritische Anfragen an das Konzept wie z.B. pragmatischer Pazifismus vs. absolutem Pazifismus, Gefahr der Vereinnahmung der sozialen Verteidigung durch militärische Zwecke)

Eintritt: nach Anmeldung

Flyer der Veranstaltung

Ich, viel später

Überlegungen zum Weiterleben nach dem Tod

Vortrag und Diskussion mit Olaf L. Müller auf dem Symposion

Klassische Themen und analytisches Denken

zum 85. Geburtstag von Wolfgang Carl

Wo: Philosophisches Seminar, Universität Göttingen

Wann: Samstag, 17. Oktober 2026, 10.45 Uhr

Eintritt: frei

Einladung zu Veranstaltung

Pragmatischer Pazifismus

Überlegungen zu Ukrainekrieg, Aufrüstung und atomarer Abschreckung

Vortrag und Diskussion mit Olaf L. Müller

Moderation: Prof. Dr. Fritz Reheis

Wo: Universität Bamberg, Raum U5/00.24 (An der Universität 5, 96047 Bamberg)

Wann: 15. Oktober 2026, 19.00 Uhr

Eintritt: frei

Poster der Veranstaltung

Veranstalter: Attac Bamberg und Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und Dogmatik

In den aktuellen Debatten um den Ukrainekrieg, um massive Aufrüstung und nukleare Abschreckung dominiert eine verengte militärische Logik. Der Blick auf gewaltfreie Alternativen und die Risiken eines atomaren Konflikts werden ausgeblendet.

Olaf Müller plädiert für einen pragmatischen, relativen Pazifismus. Abseits von naiven Idealen unterzieht er die vermeintlichen Auswege des Wettrüstens einer nüchternen philosophischen Prüfung. Er analysiert die Logik militärischer Zuspitzung, warnt vor der Unbeherrschbarkeit atomarer Abschreckungsstrategien und fordert dazu auf, verdrängte Handlungsoptionen neu zu denken: Wie kann ziviler Widerstand als ernsthafte Verteidigungsoption aussehen? Der Vortrag eröffnet einen dringend notwendigen, undogmatischen Debattenraum für Fragen, die im gesellschaftlichen Diskurs derzeit kaum mehr Raum finden. 

Streitgespräch über Pazifismus im Podcast “Lage der Nation”

Moderation: Ulf Buermeyer (Jurist) und Philip Banse (Journalist)

Wann: Im Äther seit 26. August 2026


Da haben mich die blitzgescheiten Moderatoren eine Stunde lang für ihren Podcast gegrillt und dabei ihrem antipazifistischem Pessimismus freien Lauf gelassen. Der Vorteil der Aktion: Die entgegengesetzten Streitpunkte sind in aller Klarheit zum Vorschein gekommen…

Unter anderem ging es um die Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine im Frühjahr 2022, die bis in den Mai hinein andauerten und erstaunlich weit vorangekommen waren – wesentlich weiter, als es in unserer Öffentlichkeit bekannt ist.

Wichtige Einzelheiten konnten im Streitgespräch nur oberflächlich gestreift werden; sie finden sich im renommiertesten US-Journal für Außenpolitik (Foreign Affairs) und in meiner deutschsprachigen Darstellung für die Bundeszentrale für politische Bildung (Aus Politik und Zeitgeschehen, APuZ).

Abgesehen davon ging es um zivilen Widerstand. Hier ein Bild, das die Eruption des gewaltfreien Widerstandes zeigt, der vor 40 Jahren dem blutigen Marcos-Regime auf den Philippinen ein friedliches Ende bereitet hat.

Das war alles andere als ein Wunder; es ist jahrelang akribisch vorbereitet worden!

So viel Licht ‒ so viel Schatten

Impulse, Experimente, Kontroversen und multimediale Performances über Dualitäten in der Physik
(Lange N8 der Wissenschaften)

Von: Olaf Müller & Olaf Müller, beide HU
Am Klavier: Olaf Müller (fragt sich nur, welcher?)
Experiment: Bernhard Kraker von Schwarzenfeld
Improvisationstheater: Omprisiasten Berlin (Leitung: Grit Höseler-Irmak)
Moderation: Jerome Reuschenbach (HU, Physik)

Wann: Samstag, 6. Juni 2026, 19.45 bis 22 Uhr
Wo: Erwin-Schrödinger-Zentrum in Adlershof, Raum 0’119 (Rudower Chaussee 26, 12489 Berlin)
Eintritt: 7,50 € (ermäßigt 5 €), näheres hier

In einem spektakulären Showdown treffen nun zum allerersten Mal die beiden Olaf Müllers der HU leibhaftig aufeinander, nachdem sie sich bislang gegenseitig immer nur irrlichternde Emails weitergeleitet haben. Der eine ist Mathematiker mit philosophischen Interessen, der andere Philosoph mit mathematischen Interessen. Beide sind Krebse (Geburtstage am 1.7. bzw. 30.6.) und lieben Bach einschließlich seiner Krebse.

Sie konzentrieren ihr Wechselspiel auf den Begriff des Dualität im Sinne einer Entsprechung zweier Gegensätze. Und zwar geht es einerseits um konforme Kompaktifizierungen von Raumzeiten (soll heißen: um die Vertauschung von Groß und Klein), andererseits um eine oft übersehene Symmetrie zwischen Licht und Dunkelheit, die Goethe in prismatischen Experimenten untersuchte und gegen Newtons Optik ins Feld führte. Nach einem entsprechenden Experiment wird es eine kurze Podiumsdiskussion über diese Dualitäten geben.

Exakt zum Sonnenuntergang verlagert sich das Geschehen in die Röhre Adlershof:
Hier werden die Omprisiasten im Theaterstück “Prisma-Projekt” die weltweit erste Spektral-Zerlegung einer Theaterszene darbieten.

Nature’s Blueprint for Beauty in Color and Shape

A Morphological Exercize Inspired by J.W. Goethe and E. Chladni

Lecture and Discussion


Chairs: Prof. Salvatore Tedesco, Prof’ssa V. Maggiore

When: Friday, 22.05.2026, 10:00 – 12.00

Where: Universitá di Palermo, Aula B (Ed. 12), Viale delle Scienze

Admission: Students of Universitá di Palermo

For the announcement click here

Pazifismus als Leitidee

Über Gewaltfreiheit in kriegerischen Zeiten

Impulsvortrag und Diskussion im Kreisbildungswerk Freising
(Eine Veranstaltung auf dem Weg zur Langen Nacht der Demokratie, Kooperation mit der Treffpunkt Ehrenamt und der Domberg Akademie)

Wann: Dienstag, 12.05.2026, ab 19.30 Uhr

Wo: Kleiner Asam-Saal Freising, Marienplatz 7, 85354 Freising

Eintritt: frei

Videoclip zur Veranstaltung
Antworten auf Fragen von Claudia Bauer

Wie könnte heute ein akzeptabler Pazifismus aussehen? Eine der pazifistischen Leitideen ist pessimistisch; sie empfiehlt, stets die Gefahr unkontrollierbarer Eskalationen kriegerischer Handlungen (bis hin zur atomaren Apokalypse) im Blick zu behalten. Eine andere pazifistische Leitidee ist ein Optimismus hinsichtlich der menschlichen Natur: Suche stets nach friedlichen Auswegen aus Gewaltkrisen und halte dabei besonders ausdauernd an der Hypothese fest, dass kein Mensch in sich böse ist und nur mit vorgehaltener Pistole zur Raison gebracht werden kann; jeder Mensch ist demzufolge im Prinzip für den gewaltfreien Appell an die gemeinsame Mitmenschlichkeit offen. Wenn diese Idee funktionieren soll, muss sie sich auf konkrete Situationen anwenden lassen. Es wäre überzogen zu glauben, dass gewaltfreier Widerstand die Benutzer von Fernwirkungswaffen (an Raketenrampen oder bei der Steuerung von Drohnen) beeindrucken würde. Anders steht es vielleicht im Fall einer Invasion, wo sich Soldaten und Widerständler unmittelbar gegenüberstehen. Welche Beispiele aus Geschichte und Gegenwart gibt es, an denen sich die optimistische Sicht der Pazifisten starkmachen lässt?

Aufgeklärter Pazifismus

Soziale Verteidigung als wachsender Pfeiler nationaler Verteidigung

Impulsvortrag, Diskussion und Kleingruppenarbeit mit Olaf L. Müller auf dem Studientag der Generalversammlung von Pax Christi Österreich

Moderation: N.N.

Wann: Samstag, 21. März 2026, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Wo: Priesterseminar Linz, Harrachstraße 7, 4020 Linz, Austria

Eintritt: frei

Poster der Veranstaltung

Pazifismus: Eine Rekonstruktion.

Über verschiedene Weisen, die Welt zu betrachten

Vortrag von Olaf L. Müller mit Diskussion

Moderation: Jutta Müller-Fahrenkamp und Christoph Schubert

Wann: Mittwoch, 18. März 2026, 19 Uhr bis 21 Uhr

Wo: Haus der Begegnung Ulm, Grüner Hof 7, 89073 Ulm

Eintritt: frei

Zusammenfassung: Wie könnte heute ein akzeptabler Pazifismus aussehen? Er sollte besser nicht als strikte, absolute moralische Regel verstanden werden, der zufolge jeder Kriegseinsatz (völlig unabhängig von der Situation) verboten sei, sondern als eine bestimmte Art und Weise, die Wirklichkeit zu betrachten. Eine der pazifistischen Leitideen ist pessimistisch; sie empfiehlt, stets die Gefahr unkontrollierbarer Eskalationen kriegerischer Handlungen (bis hin zur atomaren Apokalypse) im Blick zu behalten. Eine andere pazifistische Leitidee ist ein Optimismus hinsichtlich der menschlichen Natur: Suche stets nach friedlichen Auswegen aus Gewaltkrisen und halte dabei besonders ausdauernd an der Hypothese fest, dass kein Mensch in sich böse ist und nur mit vorgehaltener Pistole zur Raison gebracht werden kann. Kriegsbefürworter verteilen ihren Optimismus und Pessimismus anders, und zwar auf eine Weise, die wenig attraktiv wirkt.