Termine & Ereignisse

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Streitgespräch über Pazifismus im Podcast “Lage der Nation”

Moderation: Ulf Buermeyer (Jurist) und Philip Banse (Journalist)

Wann: Im Äther seit 26. August 2026


Da haben mich die blitzgescheiten Moderatoren eine Stunde lang für ihren Podcast gegrillt und dabei ihrem antipazifistischem Pessimismus freien Lauf gelassen. Der Vorteil der Aktion: Die entgegengesetzten Streitpunkte sind in aller Klarheit zum Vorschein gekommen…

Unter anderem ging es um die Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine im Frühjahr 2022, die bis in den Mai hinein andauerten und erstaunlich weit vorangekommen waren – wesentlich weiter, als es in unserer Öffentlichkeit bekannt ist.

Wichtige Einzelheiten konnten im Streitgespräch nur oberflächlich gestreift werden; sie finden sich im renommiertesten US-Journal für Außenpolitik (Foreign Affairs) und in meiner deutschsprachigen Darstellung für die Bundeszentrale für politische Bildung (Aus Politik und Zeitgeschehen, APuZ).

Abgesehen davon ging es um zivilen Widerstand. Hier ein Bild, das die Eruption des gewaltfreien Widerstandes zeigt, der vor 40 Jahren dem blutigen Marcos-Regime auf den Philippinen ein friedliches Ende bereitet hat.

Das war alles andere als ein Wunder; es ist jahrelang akribisch vorbereitet worden!

So viel Licht ‒ so viel Schatten

Impulse, Experimente, Kontroversen und multimediale Performances über Dualitäten in der Physik
(Lange N8 der Wissenschaften)

Von: Olaf Müller & Olaf Müller, beide HU
Am Klavier: Olaf Müller (fragt sich nur, welcher?)
Experiment: Bernhard Kraker von Schwarzenfeld
Improvisationstheater: Omprisiasten Berlin (Leitung: Grit Höseler-Irmak)
Moderation: Jerome Reuschenbach (HU, Physik)

Wann: Samstag, 6. Juni 2026, 19.45 bis 22 Uhr
Wo: Erwin-Schrödinger-Zentrum in Adlershof, Raum 0’119 (Rudower Chaussee 26, 12489 Berlin)
Eintritt: 7,50 € (ermäßigt 5 €), näheres hier

In einem spektakulären Showdown treffen nun zum allerersten Mal die beiden Olaf Müllers der HU leibhaftig aufeinander, nachdem sie sich bislang gegenseitig immer nur irrlichternde Emails weitergeleitet haben. Der eine ist Mathematiker mit philosophischen Interessen, der andere Philosoph mit mathematischen Interessen. Beide sind Krebse (Geburtstage am 1.7. bzw. 30.6.) und lieben Bach einschließlich seiner Krebse.

Sie konzentrieren ihr Wechselspiel auf den Begriff des Dualität im Sinne einer Entsprechung zweier Gegensätze. Und zwar geht es einerseits um konforme Kompaktifizierungen von Raumzeiten (soll heißen: um die Vertauschung von Groß und Klein), andererseits um eine oft übersehene Symmetrie zwischen Licht und Dunkelheit, die Goethe in prismatischen Experimenten untersuchte und gegen Newtons Optik ins Feld führte. Nach einem entsprechenden Experiment wird es eine kurze Podiumsdiskussion über diese Dualitäten geben.

Exakt zum Sonnenuntergang verlagert sich das Geschehen in die Röhre Adlershof:
Hier werden die Omprisiasten im Theaterstück “Prisma-Projekt” die weltweit erste Spektral-Zerlegung einer Theaterszene darbieten.

Nature’s Blueprint for Beauty in Color and Shape

A Morphological Exercize Inspired by J.W. Goethe and E. Chladni

Lecture and Discussion


Chairs: Prof. Salvatore Tedesco, Prof’ssa V. Maggiore

When: Friday, 22.05.2026, 10:00 – 12.00

Where: Universitá di Palermo, Aula B (Ed. 12), Viale delle Scienze

Admission: Students of Universitá di Palermo

For the announcement click here

Pazifismus als Leitidee

Über Gewaltfreiheit in kriegerischen Zeiten

Impulsvortrag und Diskussion im Kreisbildungswerk Freising
(Eine Veranstaltung auf dem Weg zur Langen Nacht der Demokratie, Kooperation mit der Treffpunkt Ehrenamt und der Domberg Akademie)

Wann: Dienstag, 12.05.2026, ab 19.30 Uhr

Wo: Kleiner Asam-Saal Freising, Marienplatz 7, 85354 Freising

Eintritt: frei

Videoclip zur Veranstaltung
Antworten auf Fragen von Claudia Bauer

Wie könnte heute ein akzeptabler Pazifismus aussehen? Eine der pazifistischen Leitideen ist pessimistisch; sie empfiehlt, stets die Gefahr unkontrollierbarer Eskalationen kriegerischer Handlungen (bis hin zur atomaren Apokalypse) im Blick zu behalten. Eine andere pazifistische Leitidee ist ein Optimismus hinsichtlich der menschlichen Natur: Suche stets nach friedlichen Auswegen aus Gewaltkrisen und halte dabei besonders ausdauernd an der Hypothese fest, dass kein Mensch in sich böse ist und nur mit vorgehaltener Pistole zur Raison gebracht werden kann; jeder Mensch ist demzufolge im Prinzip für den gewaltfreien Appell an die gemeinsame Mitmenschlichkeit offen. Wenn diese Idee funktionieren soll, muss sie sich auf konkrete Situationen anwenden lassen. Es wäre überzogen zu glauben, dass gewaltfreier Widerstand die Benutzer von Fernwirkungswaffen (an Raketenrampen oder bei der Steuerung von Drohnen) beeindrucken würde. Anders steht es vielleicht im Fall einer Invasion, wo sich Soldaten und Widerständler unmittelbar gegenüberstehen. Welche Beispiele aus Geschichte und Gegenwart gibt es, an denen sich die optimistische Sicht der Pazifisten starkmachen lässt?

Aufgeklärter Pazifismus

Soziale Verteidigung als wachsender Pfeiler nationaler Verteidigung

Impulsvortrag, Diskussion und Kleingruppenarbeit mit Olaf L. Müller auf dem Studientag der Generalversammlung von Pax Christi Österreich

Moderation: N.N.

Wann: Samstag, 21. März 2026, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Wo: Priesterseminar Linz, Harrachstraße 7, 4020 Linz, Austria

Eintritt: frei

Poster der Veranstaltung

Pazifismus: Eine Rekonstruktion.

Über verschiedene Weisen, die Welt zu betrachten

Vortrag von Olaf L. Müller mit Diskussion

Moderation: Jutta Müller-Fahrenkamp und Christoph Schubert

Wann: Mittwoch, 18. März 2026, 19 Uhr bis 21 Uhr

Wo: Haus der Begegnung Ulm, Grüner Hof 7, 89073 Ulm

Eintritt: frei

Zusammenfassung: Wie könnte heute ein akzeptabler Pazifismus aussehen? Er sollte besser nicht als strikte, absolute moralische Regel verstanden werden, der zufolge jeder Kriegseinsatz (völlig unabhängig von der Situation) verboten sei, sondern als eine bestimmte Art und Weise, die Wirklichkeit zu betrachten. Eine der pazifistischen Leitideen ist pessimistisch; sie empfiehlt, stets die Gefahr unkontrollierbarer Eskalationen kriegerischer Handlungen (bis hin zur atomaren Apokalypse) im Blick zu behalten. Eine andere pazifistische Leitidee ist ein Optimismus hinsichtlich der menschlichen Natur: Suche stets nach friedlichen Auswegen aus Gewaltkrisen und halte dabei besonders ausdauernd an der Hypothese fest, dass kein Mensch in sich böse ist und nur mit vorgehaltener Pistole zur Raison gebracht werden kann. Kriegsbefürworter verteilen ihren Optimismus und Pessimismus anders, und zwar auf eine Weise, die wenig attraktiv wirkt.

Goethes und Ritters gemeinsame Reise ins Ultraviolette

Vortrag für die Goethe-Gesellschaft Wetzlar

Wann: Dienstag, 17. März 2026, 16.00 bis 18.00 Uhr

Wo: Werner-von-Siemens-Schule, Dammstraße 62, 35576 Wetzlar

Eintritt: frei, Details zur Vortragsreihe der Goethe-Gesellschaft Wetzlar hier

Aus der Ankündigung:

Im Mai 1792 hätte Goethe mit seinen geliebten Leuchtsteinen fast das UV-Licht entdeckt. Als Johann Ritter im Februar 1801 endlich auch so weit war – und zwar anstelle der Leuchtsteine mit einer photochemischen Substanz namens Hornsilber – tauschten sich der romantische Physiker und der Weimarer Klassiker über ihre Erkenntnisse aus. Kurz darauf vollzog Ritter den Schritt, den Goethe ursprünglich verpasst hatte. Ritter jubelte: „Dieser Versuch sieht einem Zauber ähnlich, indem hier Finsterniß selbst Licht zu erzeugen scheint.“

In unserem Vortrag wird die nobelpreisverdächtige Pioniertat gefeiert, die Goethe und Ritter vor über 225 Jahren vollbrachten. Es handelt sich um eine beispiellose Kooperation des umstrittenen Farbenlehrers Goethe mit einem jungen Genie der romantischen Physik. Sie wirft die bis heute spannende Frage auf, was geschehen wäre, wenn die beiden Forschungspersönlichkeiten in den Folgejahren weiter kooperiert hätten.

Ultraviolett

Zur Entdeckung der UV-Strahlung in Jena

Vortrag mit Experimentalaufführung bei dem wissenschaftsgeschichtlichen Symposion

Strahlung des Jahres 2026
Die Entdeckung und Anwendung der UV-Strahlung

Mit: Prof. Dr. Holger Cartarius (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Prof. Dr. Timo Mappes, Prof. Dr. Tom Wagner (Friedrich-Schiller-Universität Jena) und Prof. Dr. Olaf L. Müller (HU Berlin); (Moderation: Dr. Helmut Hühn)

Wann: Sonnabend, 21. Februar 2026, 13.50 bis 15.20 Uhr

Wo: Rosensäle der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fürstengraben 27, 07743 Jena

Eintritt: frei, Details zum Symposion hier.

Aus der Ankündigung:

Am 22. Februar 1801 entdeckte der romantische Experimentalphysiker Johann Wilhelm Ritter (1776-1810) in Jena die UV-Strahlung. Die ultraviolette Strahlung ist ein Teil des elektromagnetischen Spektrums und befindet sich im Wellenlängenbereich zwischen der Röntgenstrahlung und der sichtbaren optischen Strahlung (Licht). Friedrich Wilhelm Herschel (1738-1822) hatte kurz zuvor mit hochempfindlichen Thermometern die Infrarotstrahlung ermittelt, die direkt an das sichtbare Licht anschließt. Nachdem Ritter mit Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) über dessen Farbentheorie und über die darin postulierte „Polarität“ bzw. Symmetrie der Lichtspektren diskutiert hatte, forderte er aus Symmetriegründen die Existenz einer weiteren Form der Strahlung am anderen Ende des sichtbaren Spektrums. So war der junge Physiker aufgrund des Einflusses von Goethe motiviert, nach dieser Strahlung zu suchen. Er spaltete die Sonnenstrahlung mit einem Glasprisma auf und belichtete damit Silberchlorid, das darauf eine photochemische Reaktion zeigte und sich schwarz färbte. Das Silberchlorid verfärbte sich jenseits des violetten Spektralbereichs des sichtbaren Lichts besonders stark. Es musste also in diesem Bereich eine Strahlung geben, die für das menschliche Auge nicht sichtbar ist.

Am Samstag, dem 21. Februar 2026, also am Vorabend der Entdeckung vor 225 Jahren, veranstaltet das Jenaer Zentrum für Romantikforschung gemeinsam mit dem Deutschen Optischen Museum, dem Fachverband für Strahlenschutz und dem Romantikerhaus Jena ein wissenschaftsgeschichtliches Symposion. Thematisiert werden in den Vorträgen nicht nur Heuristiken romantischer Experimentalphysik. Vermittelt wird auch das gegenwärtige Wissen über Nutzen sowie Gefahren der Strahlung, die im Rahmen der Tagung vom Fachverband für Strahlenschutz als „Strahlung des Jahres 2026“ ausgerufen wird.

In den Blick rücken weitere ‚Meilensteine‘, die in Jena erreicht wurden: die erste Anwendung der UV-Mikroskopie mit der Entdeckung der Fluoreszenz in der Mikroskopie (1904) und die Entwicklung der technischen Lösung der Lithografie im extremen Ultraviolett (EUV-Lithografie), die im Jahr 2020 mit dem Deutschen Zukunftspreis bedacht worden ist. Ein kultur-, wissenschafts- und technologiegeschichtlicher Stadtspaziergang beschließt am Sonntag, den 22. Februar 2026, die interdisziplinäre Zusammenkunft.

Wann gelingt Abschreckung? Die Welt im Atomzeitalter

Viertel nach Zwölf – Hamburger Mittagsgespräche

Mit: Politikwissenschaftler Cornelius Friesendorf (IFSH Hamburg) und Olaf L. Müller (HU Berlin)

Moderation: Jürgen Heilig

Wann: Donnerstag, 12. Februar 2026, 12.15 – 14.00 Uhr

Wo: Palais Esplanade (Esplanade 15, 20345 Hamburg)

Eintritt: 5 € (inkl. Mittagsimbiss), nach email-Anmeldung, Details hier, zum Flyer geht es hier

Ankündigung der Veranstalter: Der Ruf nach „Kriegstüchtigkeit“ und letztlich auch nuklearer Aufrüstung ist derzeit nicht zu überhören. Der Ruf speist sich aus einer tiefen Verunsicherung, Abschreckung gilt als das Gebot der Stunde. Aber wann hilft diese tatsächlich? In einer Welt einerseits von Atomwaffen, andererseits von Drohnen und hybrider Kriegsführung. Wann suggeriert Abschreckung möglicherweise nur die Sicherheit, nach der wir uns im Angesicht eines neoimperialen Despoten wie Putin sehnen?